Am 28. und 29.10.2006 in Köln im Hotel "Holiday Inn" am Stadtwald in Köln
Liebe Freunde des NLP, liebe Interessierte, liebe DVNLP-Mitglieder,
der DVNLP ist in Bewegung: Die überwältigende Zustimmung zur neuen Satzung hat dazu beigetragen, dass sich mehr Mitglieder als je zuvor in unserem Verein engagieren. Der Zukunftskongress im Juni hat weitere wertvolle Impulse geliefert. Viele Ideen werden bereits mit Elan in die Tat umgesetzt, zahlreiche Arbeitsgruppen haben sich gebildet, neue Regionalgruppen befinden sich in der Gründungsphase und auch die Plattform für eine Fachgruppe "NLP im Business" besteht.
Nun freuen wir uns auf den NLP Kongress, der traditionell am letzten Oktoberwochenende stattfindet und bereits zum größten und erfolgreichsten Event der deutschen NLP Landschaft geworden ist. Hier treffen sich interessierte "NLPler" in Ausbildung und Profis, um wirksame, kreative und innovative Konzepte kennen zu lernen, zu diskutieren und weiterzugeben. Aus der grßen Zahl der wingereichten Vorschläge haben wir eine Auswahl getroffen, die wir euch hier vorstellen. Wir laden Euch herzlich ein, am 28. und 29. Oktober 2006 in Köln zum Thema "NLP in Systemen und Organisationen" mit dabei zu sein und begrüßen schon jetzt ganz herzlich als Keynote-Speaker Dr. Gunther Schmidt.
Wir wünschen Euch viel Spaß und Inspiration in den einzelnen Workshops, beim Rahmenprogramm, das die Kölner Vorbereitungsgruppe mit viel Phantasie zusammengestellt hat und bei den zahlreichen Begegnungen, die sich auf dieser Veranstaltung ergeben werden.
Euer Vorstand
Die moderne Gesellschaft konnte sich bislang auf die von ihr geschaffenen Systeme und Organisationen verlassen. Behörden und Unternehmen, Schulen und Theater, aber auch private Organisationsformen wie Ehe und Familie stellten die öffentliche Ordnung her, koordinierten die gesellschaftlich erforderlichen Arbeiten und reduzierten die Komplexität des Alltages für den Einzelnen.
Der immer schneller werdende technologische Fortschritt, die Krise der Hierarchie und neue soziale Milieus führen in Zukunft zu tiefgreifenden Veränderungen in unserem gesellschaftlichen System und damit in allen Organisationsformen. Die Rentenfrage und das Gesundheitssystem sind dabei nur Teilaspekte, die zukünftig völlig neu betrachtet und gelöst werden müssen. Behörden und Unternehmen werden in ihrer Organisationsentwicklung neue Wege gehen müssen, um sich innovativen Technologien und gesellschaftlichen Entwicklungen anzupassen. Die Mitarbeiter eines Unternehmens sind heute immer weniger „Arbeiter“, die eine spezielle Aufgabe erfüllen und dabei überwacht und kontrolliert werden müssen, als vielmehr hochspezialisierte Experten, deren Mitarbeit gewonnen wird. Führungskräfte werden zu „Emotionsmanagern“, die eher auf Überzeugung und Verhandlungen setzen, als auf Anweisungen. Auch die Familie als Keimzelle der Gesellschaft, wird sich als menschliche Organisationsform weiter verändern. Da Scheidung eine gesellschaftliche Kultur ist, werden immer mehr Menschen in Zweit- oder Drittfamilien zu Hause sein. In den USA leben bereits heute 50 % der Menschen in solchen Patchwork - Familienkonstellationen. Formen der alten Großfamilie mischen sich mit modernen Arbeitsbeziehungen, genealogische Bindungen werden immer elastischer, Networking wird das neue Familienkonzept.
All das zeigt, dass Organisationen und Systeme sich in Zukunft immer dynamischer anpassen (müssen)und sich weniger auf die Gesellschaft verlassen (können).Organisationen und Systeme werden überleben, wenn sie zu lernenden Organisationen werden. Zu Organisationen also, die sich ständig in Bewegung befinden und Ereignisse als Anregung auffassen und für Entwicklungsprozesse nutzen.
NLP als persönliches Kommunikations- und Veränderungsmodell kann dazu aus folgenden Gründen einen wesentlichen Beitrag leisten:
a) NLP ist nach wie vor eines der elegantesten Modelle der Persönlichkeitsentwicklung. Submodalitätsarbeit führt zu besserem Selbstmanagement. Vision und Sinnfragen können durch die eigene Gestaltung der inneren Landkarte subjektiv und im Einklang mit persönlichen Werten optimal gestaltet werden.
b) NLP ist Modellbildung. Grundannahmen menschlichen Verhaltens zu beschreiben, zu diskutieren und auf Nützlichkeit in Hinblick auf kontextual definierte Verhaltensweisen zu überprüfen, ist dem NLP immanent. Durch die klare Beschreibung und Reduktion von Komplexität innerhalb der NLP-Modelle, kann auch hier ein wichtiger Beitrag für lernende Organisationen geschaffen werden.
c) Das Modell der logischen Ebenen ist ein pragmatisches Erklärungsmodell für das Zusammenspiel von Kontext, Verhalten, Fähigkeiten, Werten und Visionen. Danach prägt die persönliche Vision alle anderen Bereiche menschlicher Interaktion. Ein Vorteil des NLP ist die praxisorientierte Möglichkeit tatsächlicher Visionsfindung, die es so in kaum einer anderen Disziplin gibt.
d) Ein erfolgreiches Team bedarf effektiver Kommunikation. Rapportfähigkeiten sind ebenso gefragt wie fortgeschrittene Kommunikationfähigkeiten. NLP hat dabei nach wie vor einen einzigartigen Vorteil gegenüber anderen Methoden: In vordergründig einfachen Handlungsschritten kann "Spitzenkommunikation" relativ leicht und schnell gelernt werden.
e) Das Gesamtmodell NLP ist angewandtes systemisches Denken. Der besondere Vorteil und wiederum die große Stärke des NLP ist dabei die exakte Beschreibung menschlichen Verhaltens. Dieser Schritt ist in jedem Modelling-Prozess entscheidend, reduziert er doch das Modell auf die einfachste und eleganteste Formel, die das gewünschte Resultat sicherstellt.
f) NLP kann helfen, geeignete und funktionale Organisationen und Systeme zu entwicklen, um den zukünftigen Herausforderungen der Gesellschaft optimal zu begegnen ganz im Sinne der Dilts'schen Vision, "create a world to which people want to belong".
Bei diesem Kongress gilt es, mit dem NLP neue Ideen für Organisationen und Systeme zu entwickeln. In zahlreichen Vorträgen und Workshops mit erfahrenen und bekannten NLP-Anwendern können die Teilnehmer einen Blick auf die Frage werfen, wie Grundgedanken, Modelle, aber auch die praktische Umsetzung des NLP Organisationen und Systeme fit für dieses Jahrhundert und seine technologischen, wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Herausforderungen machen können.
Dr. Jens Tomas, 1. Vorsitzender
Empfehlen Sie diese Seite Ihrem sozialen Netzwerk