Reinhardt Krätzig

Liebe in der Psychotherapie, Potential. Problem. Perspektive.

Liebe entsteht nicht selten auch zwischen Therapeuten und denen, die ihre Hilfe suchen. Wie sind diese Gefühle zu verstehen, was soll man tun: das Geschehen ignorieren, die Behandlung beenden oder die Liebe als etwas Privates verstehen, was mit der Behandlung nichts zu tun hat?
Ich zeige auf, dass die Liebe innerhalb einer Therapie etwas vollkommen anderes ist, als eine Liebe außerhalb. Sie kann zu einem positiven und stärkenden Faktor werden, wenn sie als Teil der Behandlung verstanden wird und den Platz erhält, der ihr darin zusteht: geduldet, gefördert, akzeptiert und (wenn nötig) auch deutlich begrenzt. Wird die Liebe aber als Hinweis verstanden, eine Beziehung miteinander zu beginnen, entwickelt sie sich zum Hindernis und wird oft sogar zur Ursache sexuellen Missbrauchs.
Anhand von Beispielen vermittele ich einen Zugang zum Thema, schaue auf die Hintergründe für das Entstehen intensiver Zuneigung und erläutere praktisch und detailliert, wie mit verschiedenen Spielformen der Liebe umgegangen werden kann. Gegenstand der Betrachtung ist dabei vorrangig die Psychotherapie. Dabei werden beiden Seiten betrachtet, die des Behandlers und die des Behandelten. Das Vortragsthema wurde vom Vortragenden 2014 als Buch veröffentlicht.

Reinhardt Krätzig

Reinhardt Krätzig, Jahrgang 1951, Master of Education, Heilpraktiker, arbeitet als Einzel- und Paartherapeut in eigener Praxis in der Nähe von Berlin. Ausbildungen in Integrativer Therapie (FPI), Hypnose, Traumatherapie (EMDR) und Körpertherapie bilden den Hintergrund, ebenso wie seine mehrjährige Tätigkeit in der psychosomatischen Abteilung einer Klinik in Brandenburg. Verfasser einiger Fachbücher und Ratgeber.

www.reinhardt-kraetzig.de