Johann Kluczny

Vom Wunsch zur Zielrealisierung

Motivation beschreibt die „Beweggründe menschlichen Verhaltens“. Was zu den Beweggründen für ein Ziel oder zum Handeln zu zählen ist, wird in verschiedenen Ansätzen ganz unterschiedlich beschrieben. Jahrzehnte herrschte die Ansicht, dass kognitive Vorstellungen von Zielen zum Handeln motivieren. Alternativen zu kognitiven Motivationsquellen sind jedoch auch Motive, Bedürfnisse und Emotionen, die nicht unmittelbar im Denken repräsentiert sind. Die Forschung der modernen Zielpsychologie löst die traditionelle Motivationspsychologie ab, die bislang davon ausging, dass Erwartungen und Anreizen ausreichen, ein bestimmtes Verhalten auszuführen. Eingewendet wird, dass sowohl die Zielsetzung als auch die Zielrealisierung von Werten, Einstellungen und Ergebniserwartungen abhängig sind. Darüber hinaus bleibt die Frage, ob eine Zielsetzung eine hinreichende Bedingung für das Handeln ist. Ob ein gedachtes Ziel tatsächlich umgesetzt wird, hängt maßgeblich von zentralen Steuerungsprozessen ab, die mit den Begriffen Willenskraft (Volition) und Selbstkompetenz umschrieben werden. Diese Perspektiven führen geradewegs in eine Intentionsbildung, Handlungsplanung und Handlungsausführung, die es wiederum ermöglichen, das Ziel zu realisieren. Es gilt also mit unserer Aufmerksamkeit nicht bei der Frage nach dem Warum zu verharren, sondern sich auch auf das Was zu konzentrieren und darüber hinaus auf das Wie zu fokussieren.

Johann Kluczny

Dipl.-Psych., Dipl.-Soz., Psychologischer Psychotherapeut, Autor und Poet. Executive Management Coach, Gesundheits-Coach, NLP Lehrtrainer. Johann arbeitet seit über 20 Jahren mit NLP in Training, Coaching und Psychotherapie. Er ist Vorstand des Instituts für NLP Berlin, Vize-Präsident der ECA, Geschäftsführer der ComSysInternational, Mitbegründer der VATA Academy. Leitung und Kooperation in Instituten in Frankfurt, Mannheim, Istanbul, Rio, Wladiwostok. 
nlpinberlin.de